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Die LetsSwing-Bigband Norderstedt

1987 war das Gründungsjahr der ersten Bigband am Lessing-Gymnasium Norderstedt. Während einer Projektwoche wurde die erste kleine Formation von Musiklehrer Hans-Jörg Packeiser gegründet, die sich eigentlich noch gar nicht "Big"-Band nennen durfte, denn sie war zunächst sehr klein und bestand aus acht Mitwirkenden. Allerdings hatten alle Musizierenden immer viel Spaß bei den wöchentlichen Proben.

Reisen nach Kopenhagen, Estland und Cambridge sowie die Mitwirkung bei vier CDs kennzeichnen die lange Bigbandarbeit an unserer Schule. Zur Zeit existieren am Norderstedter Lessing-Gymnasium zwei Schülerbigbands mit rund 70 Mitwirkenden.

Die LetsSwing-Bigband (der Name wurde aus dem Schulnamen entwickelt) als dritte Gruppe besteht aus fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern, Ehemaligen, Lehrern anderer Hamburger Schulen, Studenten der Musikhochschule und Bekannten des Leiters Hans-Jörg Packeiser, der neben seiner Lehrertätigkeit in Norderstedt auch als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg unterrichtet.

Im Jahre 2007 feierte die Bigband ihr 20-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine neue CD „Jazzmachine 07“ aufgenommen, die über das Lessing-Gymnasium Norderstedt, Tel. 040-5224418, zum Sonderpreis von Euro 5,00 erhältlich ist.

Die Bigband 2 vertrat am 5. Juni 2009, 18.00 Uhr, bei einem Konzert in der Fabrik in Hamburg-Altona das Land Schleswig-Holstein bei der Bundesbegegnung von "Schulen musizieren". Am 6. Juni 2009 war die Bigband 2 des Lessing-Gymnasiums auf der Open-Air-Bühne an den St. Pauli-Landungsbrücken zu hören.

 

Plakat: Johannes Siegmund

Bericht über ein einzigartiges Konzert:

NDR-Bigband und Bigband 2 des Lessing-Gymnasiums in der Moorbekhalle

 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Um auch dem erwarteten Publikumsandrang gerecht zu werden, musste das Bigbandkonzert in einem Hallensegment der Moorbekhalle stattfinden. Das Forum der Schule konnte die vom NDR mitgebrachte Bühne, den NDR-Flügel, die Tontechnik und die Beleuchtung nicht beherbergen. Ein gigantischer Aufbau zauberte aus der Sporthalle einen Konzertsaal, der durch Lichteffekte durchaus auch mit optischen Reizen begeistern konnte.

Fünf Gymnasien hatte der NDR im Dezember vergangenen Jahres ausgewählt, um gemeinsam mit den dortigen Schülerbigbands zu konzertieren. Neben Konzerten in Lübeck (Oberschule zum Dom), Kiel (Ernst-Barlach-Gymnasium), Heide (Gymnasium Heide-Ost) und Husum (Theodor-Storm-Schule) besuchten die 18 Musiker und die 11 Techniker des NDR am 5. März auch das Lessing-Gymnasium mit zwei großen LKW, einem Reisebus und diversen PKW.

Den ersten Programmteil gestaltete vielseitig die Bigband 2 der Schule mit Titeln wie „Topsy“, „Smooth“, „I Wish“, einem Medley aus dem Bluesbrothers-Film und anderen Stücken. Dabei durften die Mitwirkenden sämtliche Bühnenelemente, die komplette Tontechnik und zum Teil die Instrumente des NDR benutzen. Tosender Applaus zeigte einmal wieder, wie sehr die Musik der Bigband des Lessing-Gymnasiums dem Geschmack der Zuhörer entspricht. „Ihr müsst unbedingt auf Partys spielen. Da könnt ihr viel Geld verdienen“, kommentierte der Dirigent Rainer Tempel der NDR-Bigband die Leistung der Bigband 2. Gerade im Zusammenspiel hatte die Band bewiesen, zu welch hohen Leistungen sie angespornt werden kann, wenn ein großes Ziel die Motivation fördert. Nächstes Ziel der Bigband 2 wird die Bundesbegegnung von „Schulen musizieren“ im Juni des Jahres in Hamburg sein. Dort vertritt die Band das Land Schleswig-Holstein in einem Konzert am 5. Juni, 18.00 Uhr, in der Fabrik in Hamburg-Altona.

Der zweite Teil des Abends wurde von der NDR-Bigband (Leitung: Rainer Tempel) mit Kompositionen aus den Reihen der eigenen Bigbandmitglieder gestaltet. In Titeln wie „Die Maus ist tot – es lebe die Maus“ oder „Das Gerüst“ wurde die hohe Virtuosität der Musiker und der große Einfallsreichtum in der Instrumentation gezeigt. Instrumente wie Tuba, Klarinette, Bassklarinette und Flöten ergänzten das bekannte Bigbandinstrumentarium. Dämpfergebrauch bei den Blechbläsern vervollständigte die klangliche Vielfalt. Für die Zuhörer entpuppte sich diese Musik als ungewohnt anspruchsvoll: Es gab keine bekannten Standards, zu denen man mit dem Fuß wippen und sich genüsslich zurücklehen konnte. Äußerst modern klingende Arrangements forderten die Zuhörer zu höchster Konzentration. Interessante klangliche Musik, die den Musikern auf den Leib geschrieben war, entführte die Hörer in meist unbekannte Gefilde der Bigbandmusik und fesselte zumindest in den vorderen Reihen die Hörer an ihre Plätze. Zwar kam es leider nicht zu einer richtigen Begegnung zwischen den Musikern der NDR-Bigband und den Schülerinnen und Schülern der Lessing-Bigband, dafür war vom Ablaufplan des NDR nicht genügend Zeit eingeplant, dennoch haben die Musiker der NDR-Bigband bei den Mitwirkenden der Bigband 2 einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen, der uneingeschränkt zu neuen Taten anregen wird.

Das mit rund 450 Zuhörern besuchte Konzert war eine große und einmalige Veranstaltung, die sich so schnell am Lessing-Gymnasium nicht wiederholen wird.

  

 

Bigbandkonzert (25 Jahre Bigbands am Lessing-Gymnasium) mit der Letsswing-Bigband, Percussiongruppe, Bigband 1, Bigband 2 und Nathalie Land und Christian Enß (vocal):

Freitag, 1. Juni 2012, 20.00 Uhr, Kulturwerk am See Norderstedt

http://www.lg-n.de/cms/faecher/musik/musik-termine/index.html

Was im Jahre 1987 ganz klein während einer Projektwoche anfing, konnte nun nach 25 Jahren ein großes Jubiläum im Kulturwerk Norderstedt feiern. Alle drei Bigbands und die Percussion-AG gestalteten gemeinsam ein Konzert im 430 Plätze großen neuen Saal, der als ehemalige Fabrik seinen besonderen Reiz hat. Besonders die weit nach vorne gezogenen Emporen mit interessanten Sitzplatzaufteilungen bieten ein besonderes akustisches und optisches Erlebnis.

Unser ehemaliger Schüler und Schlagzeuger David Contreras (Abitur 2008), der in den Bigbands unserer Schule aufgewachsen ist und nun an der Music Academy in Los Angeles Schlagzeug studiert, schreibt in einer Mail an die Letsswing-Bigband zum Jubiläum:

„Mir geht es hier sehr gut, obwohl ich sehr beschäftigt und teils auch gestresst bin. Die Schule ist sehr intensiv, da sie ja, anders als andere, vierjährige Musikstudiengänge, nur eineinhalb Jahre Zeit lässt, um die gesamte Vielfalt der Jazz-, Pop-, Rock-, Funk-, Latin- ( etc., etc...) Musik abzudecken. Natürlich ist die Vorstellung, all diese Stile innerhalb dieser kurzen Zeit wirklich auf professionellem Niveau zu meistern, völlig utopisch. Vielmehr geht es hier darum, das nötige Wissen und die nötigen Grundlagen zu schaffen, um letztendlich selbstständig in den Bereichen der eigenen Wahl tiefer zu graben. Zudem fällt mir hier in den USA im Vergleich zu Deutschland sehr auf, wie viel Wert darauf gelegt wird, die Wurzeln aller Stile zu kennen und so alles, was man hört und spielt, besser einordnen zu können. Dies wirkt sich sehr positiv auf die Authentizität des eigenen Spiels aus. Man weiß im Idealfall in jeder musikalischen Situation, welches "Vokabular" für einen bestimmten Stil und eine bestimmte Zeit (und teilweise sogar für eine bestimmte Stadt) angebracht ist. Daran wird in Deutschland m.E. relativ wenig gearbeitet.

Ein riesiger Vorteil an LA ist die Möglichkeit, fast täglich und für wenig Geld einige der besten Musiker auf der Welt hautnah erleben zu können. Zum Beispiel haben viele Musiker, die sonst oft auf Tour durch die großen Arenen der Welt sind, hier in der Stadt ihre Heimbasis und spielen zum Spaß miteinander in kleinen Bars, wenn sie gerade mal zu Hause sind. Solche Leckerbissen sind echt unersetzlich. (Ich halte momentan ständig Ausschau nach "Gordon Goodwin's Big Phat Band". Die möchte ich unbedingt mal live erleben.) (NB von Pa: Die Letsswing-Bigband spielte im Jubiläumskonzert Gordon Goodwins Titel „Mueva Los Huesos“, den auch David vor einigen Jahren mitgespielt hat.)

Na ja, diese Kombination aus einem riesigen Berg an Informationen und dem hohen Niveau der Spieler, die man hier sehen kann, lässt mich ständig auf der Schwelle zwischen gnadenloser Motivation und völliger Resignation kippeln. So ist es hier an der Schule nicht unüblich, 15-Stunden-Tage zu fahren, um sich selber das Gefühl zu geben, dass man zumindest alles in seiner Macht Stehende tut, um dieser Anforderung gerecht zu werden. Dabei wird es zwischen dem ganzen Üben bisweilen ein Kampf, sich die Freude an der Musik noch zu bewahren, sie kommt aber immer verlässlich zurück.

25 Jahre Bigband am LGN!
So ein Meilenstein lässt mich ganz nostalgisch werden, obwohl ich ja ein relatives Küken in dieser Geschichte bin. Trotzdem, für mich ist die Erfahrung, in diesen Bigbands musikalisch aufgewachsen zu sein, ein riesiger Teil meiner musikalischen Identität und kann durch nichts ersetzt werden. Für Schlagzeuger ist es anscheinend eine unglaubliche Herausforderung, so einen Haufen von Bläsern durch die Gegend zu zerren und dabei noch komische 4-seitige Noten zu lesen, in denen eigentlich nichts notiert ist. Diese Fähigkeit habe ich (und Niklas Beck zum Beispiel auch) hier einfach "spielend" erlernt, ohne wirklich viel darüber nachdenken zu müssen, während sich viele meiner Altersgenossen jetzt sehr damit herumquälen müssen... und das ohne den Luxus, eine solche Band tatsächlich regelmäßig zur Verfügung zu haben.
Und für diejenigen, deren Wege nicht in eine angestrebte Musik-Karriere führen, werden die Bigbandproben, -reisen und -konzerte dennoch immer als einige der schönsten Erinnerungen an die Schulzeit bleiben. Einfach unersetzlich großartig!!

Ich möchte mich also einmal ausdrücklich bei dir, "Packi", für die Institutionalisierung dieser Bands bedanken und bei Euch allen dafür, dass Ihr mich aufgenommen und musikalisch mit großgezogen habt.
Ich hoffe diese Tradition wird am LGN noch lange weitergeführt und von den kommenden Generationen genauso sehr geschätzt. (Und ich hoffe, dass in 20 Jahren die Kinder in der Rhythmusgruppe immer noch wissen, dass der braune Koffer der "GRÜNE KOFFER" ist.) (NB von Pa: Der „Grüne Koffer“ war bei der ersten Estlandreise 1990 der Letsswing-Bigband ein wichtiges Utensil für den Transport der gesamten Percussioninstrumente der Rhythmusgruppe und stammte vom Dachboden unseres damaligen Trompeters Toni Thoma. Vor neun Jahren musste dieser Koffer leider wegen Altersschwäche durch einen braunen Koffer ersetzt werden. Die damalige Rhythmusgruppe versah diesen Koffer allerdings mit der deutlichen Aufschrift „grün“, da eine Letsswing-Bigband natürlich ohne grünen Koffer nicht existieren konnte. Dieser Koffer erreichte mittlerweile Kultstatus.)

Für das kommende Konzert wünsche ich Euch eine Rückbesinnung auf all die guten Zeiten, die wir in diesen Bands hatten und eine daraus folgende Spielfreude, die allen auf der Bühne und im Publikum Lust auf 25 weitere tolle Jahre macht.“

 Plakat: Johannes SiegmundPlakat: Johannes Siegmund

KONZERTVORSCHAU

Das nächste Bigbandkonzert: Do., 9. Juli 2015, 19.30 Uhr

40 Jahre Lessing-Gymnasium Norderstedt

Kulturwerk am See, Norderstedt

Plakat (Jo Siegmund) siehe unten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Herzliche Einladung zum nächsten Bigbandkonzert!Herzliche Einladung zum nächsten Bigbandkonzert!

Plakat: Jo SiegmundPlakat: Jo Siegmund

 

Donnerstag, 29. Juni 2017, 19.30 Uhr, Forum des Lessing-Gymnasiums
Herzliche Einladung zum diesjährigen Bigbandkonzert, das nach vielen Jahren im Kulturwerk wieder bei uns im Forum stattfinden wird. Ursprünglich sollte bis zum Konzertzeitpunkt die neue Veranstaltungstechnik im Forum installiert sein, sodass sich ein Umzug mit dem Konzert in die Schule anbot. Im Zuge der geplanten großen Umbaumaßnahmen der nächsten Jahre verschiebt sich aber diese Renovierung. Wir bleiben trotzdem in diesem Jahr mit diesem Konzert in der Schule, da die Durchführung bei uns viele Abläufe vereinfacht. Wir möchten dabei auch die Bedeutung eines entsprechenden Veranstaltungsraumes in unserer Schule hervorheben und hoffen deshalb auf viele Besucherinnen und Besucher, die Spaß an der Musik der Bigbands haben. Es musizieren beide Schülerbigbands und die Letsswing-Bigband unter der Leitung von Hans-Jörg Packeiser. Wir verzichten auf ein Eintrittsgeld, würden uns aber sehr freuen, wenn Sie die musikalische Arbeit des Lessing-Gymnasiums durch eine Spende fördern würden.

Plakat: Jo Siegmund, 2017